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Sprache in Wirtschaft und Technik

11. Mai 2016

Braucht eine moderne B2B-Kommunikation Videos?

von Simone Danne

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Aus dem Business-to-Consumer-Bereich sind Videos seit einigen Jahren nicht mehr wegzudenken. Ungewöhnliche Werbespots wie der „Supergeil“-Clip von Edeka entwickeln sich zu einem viralen Hit, YouTube verzeichnet täglich mehrere Milliarden Abrufe und bei Facebook werden Videos als so wichtig eingestuft, dass sie beim Scrollen durch den Newsfeed automatisch abgespielt werden.

Für den Business-to-Business-Bereich schienen sie bislang eine deutlich geringere Relevanz zu haben. Vor allem in Branchen wie dem Maschinenbau, die als eher bodenständig und konservativ gelten, passten sie als Kommunikationsinstrument irgendwie nicht recht ins Bild. Hin und wieder stolperte man über den einen oder anderen Unternehmensfilm, aber darüber hinaus gab es wenig Bewegtbilder zu sehen.

Allmählich lässt sich ein Umschwung erkennen: Immer mehr Unternehmen, darunter selbst kleine mittelständische Firmen, haben einen eigenen YouTube-Kanal oder nutzen Videoclips auf ihrer Webseite. Sie bewerben eigene Produkte, betreiben Messeberichterstattung oder geben einen tieferen Einblick in den Arbeitsalltag ihrer Angestellten. Aber lohnt sich das für sie? Und wie sieht eine Videostrategie aus, die Unternehmen auf dem B2B-Markt voranbringt? Weiterlesen »

01. März 2016

Blablameter – ein Heißluftdetektor wird vier Jahre alt

von Simone Danne

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Hohle Phrasen, aufgeblähte Sätze, unnötig komplizierte Satzstrukturen: Manche Texte sind einfach nur unangenehm zu lesen. Wissenschaftler versuchen, sich mit Fremdwörtern und Bandwurmsätzen zu schmücken, Politiker reden um den heißen Brei herum, und Werber – nun ja, darüber wurde sich auf diesem Blog ja schon häufiger beklagt. Ein Webentwickler hatte vor mehr als vier Jahren genug. Seine Lösung: Er entwickelte eine Internetseite, die überflüssiges Wortgeklingel auf einen Schlag aufdeckt – den Blablameter. Weiterlesen »

10. Juli 2014

Deutsche Bahn kreativ: Eine tolle Geburtstagsüberraschung

Vermutlich, da ich (ein guter) Kunde der Deutschen Bahn bin, bekam ich  wenige Tage vor meinem Geburtstag eine E-Mail vom „Team der Deutschen Bahn“ mit folgendem Inhalt:

„Sehr geehrter Herr Auch, Ihr Geburtstag rückt immer näher und unsere Vorbereitungen laufen schon auf Hochtouren. Eine tolle Überraschung wartet auf Sie: Klicken Sie hier und helfen Sie uns ein wenig bei der Planung. Wir bedanken uns schon vorab für Ihre Unterstützung und stürzen uns sogleich in die Vorbereitungen für Ihre Geburtstagsüberraschung. Wir zählen schon die Tage.“

Das hat mich neugierig gemacht: Die Bahn “auf Hochtouren”. Sie “stürzt sich in die Vorbereitungen für eine Geburtstagsüberraschung.” Für mich! Weiterlesen »

30. Juni 2014

Schöne neue PR-Welt – Unternehmen manipulieren Wikipedia

von Christina Deinhardt

Unternehmen manipulieren gezielt Einträge in Wikipedia. Das ist das Fazit der Studie „Verdeckte PR in Wikipedia – Das Weltwissen im Visier von Unternehmen“, erschienen bei der Otto Brenner Stiftung. Jeder kann bei dem Online-Lexikon mitarbeiten und somit ist es auch für bezahlte PR-Leute ein Leichtes, unliebsame Informationen zu überarbeiten. Wie viele dieser Eingriffe unentdeckt bleiben, ist schwer abzuschätzen, doch einige der mittlerweile aufgedeckten Fälle standen sogar über mehrere Monate auf der Seite. Weiterlesen »

02. Januar 2014

PR für den Mittelstand – notwendig oder Luxus?

von Esther Schmidberger

Mittelständler investieren kaum in die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ihres Unternehmens. Diese Erkenntnis präsentieren Christina Fischbach und Julia Mack in ihrem Buch Mittelstandskommunikation. Darüber hinaus zeigen die beiden Autorinnen anhand von Beispielen aus der Praxis, dass für Unternehmen in einer vernetzten Welt die mediale Kommunikation an Bedeutung gewinnt und sie durch PR-Arbeit ihren Erfolg steigern können.

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt Dagmar Schütte in ihrem Werk Mittelstands-PR in Deutschland: Eine Studie zur Kommunikationsarbeit mittelständischer Unternehmen. Sie stellt andererseits anhand zweier repräsentativer Befragungen aus den Jahren 2006 und 2008 fest, dass viele Mittelständler zwar PR betreiben, diese aber nicht als solche verstehen und benennen. Weiterlesen »

27. Mai 2010

Textkritik, die noch immer gilt: „Feuern Sie Ihre PR-Leute“

von F. Stephan Auch

„Feuern Sie Ihre PR-Leute“, hat Bernd Ziesemer, ehemaliger Chefredakteur des Handelsblattes,  einen Beitrag aus dem Jahr 2000 überschrieben. Der Inhalt ist unvermindert aktuell. Hierauf verweise ich deshalb regelmäßig bei IHK-Seminaren zur Pressearbeit mittelständischer Unternehmen, bei denen ich als Dozent auftreten darf.

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10. Mai 2010

PR-Sprache – ein neuer Blog

„PR-Sprache“ – das Wort hat keinen guten Klang. Damit verbindet man werbende und verschleiernde Marketingtexte, die als „Pressemitteilungen“ verkleidet an Redaktionen versendet werden. Wo sie dann Journalisten nerven, die sie flugs in den Papierkorb befördern. „PR-Sprache“ wird auch in Geschäftsberichten, Unternehmenbroschüren und auf Internetseiten eingesetzt. Dort soll sie abzulenken und beschönigen. „PR-Sprache“ verwenden Werber, die sich auch „PR-Gags“ ausdenken.

„PR-Sprache“ und „Pressearbeit von Unternehmen“

Richtig verstandene und gut gemachte Pressearbeit kann für Unternehmen ein erfolgreiches Instrument sein. Damit können sie auf Produkte, Dienstleistungen, Innovationen und andere Leistungen aufmerksam machen. Das gelingt, wenn sie sachlich und informativ im Inhalt, journalistisch in der Sprache und interessant bei der Themenwahl sind. Dann tragen Pressetexte, Anwenderberichte, Journalistengespräche und Messepräsentationen dazu bei, den Vertrieb, die Imagebildung und das Verständnis über Unternehmen zu fördern.  Erfolgreiche Pressearbeit liefert Informationen.

Der Leser wird für dumm verkauft

„PR-Sprache“ und die dahinter stehende Einstellung machen das Gegenteil:  Sie bauschen auf, lenken ab, täuschen vor. Der Leser soll nicht informiert, sondern geblendet werden. Wenn der Inhalt nicht überzeugt oder der Schreiber dies befürchtet, dann helfen nur noch Superlative. Die Haltung dahinter: Der Empfänger ist zu dumm, um die Bedeutung einer echten Nachricht zu erkennen. Deshalb wird diese marktschreierisch überhöht. Gibt es einmal keine Neuigkeit zu vermelden, wird der dumme Leser das schon nicht merken. Dafür werden geschraubte Formulierungen, nichtssagende Floskeln und reißereische Aussagen verwendet.

Was erfolgreiche Pressearbeit ausmacht

Ich halte Pressearbeit für wichtig. Unternehmen, die ich hierbei unterstütze, nutzen dieses Instrument erfolgreich. Mich stört es, wenn der Kontakt zu einem Journalisten deshalb mühevoll ist,  weil dieser schlechte Erfahrungen mit anderen Unternehmen gehabt hat. Das erschwert mir ein Stück weit die Arbeit. Diese Mühe dauert solange, bis ich den Journalisten davon überzeugt habe, dass er von Pressemitteilungen meiner Kunden einen Nutzen hat. Indem er dadurch Anregungen zu anderen Themen bekommt, Neues über Innovationen aus einer für ihn interessanten Branche erfährt, Beispiele erfolgreicher Problemlösungen kennenlernt. Denn wer sich zu einer Servicehaltung entschließt und Journalisten als Kunden behandelt, baut schnell eine gute Zusammenarbeit auf.

Wofür soll ein Blog „PR-Sprache“ gut sein?

Mir ist es wichtig, dass Unternehmen eine gute Sprache benutzen. Egal, ob sie über Wirtschaft, Technik und Service berichten. Leider gibt es genug Negativbeispiele. Mit diesem Blog möchte ich auf solche Mißstände aufmerksam machen, gleichzeitig aber auch positive Beispiele hervorheben und beides zur Diskussion und Kommentierung stellen. Damit sich vielleicht etwas ändert.

Über Hinweise, Beispiele, Anregungen und Ideen an  blog@mehrblick-blog.eu freue ich mich.

 

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